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Gasversorger lehnen Zusammenarbeit mit dem Iran ab

Nachricht vom 5.7.2010

Der Iran muss für sein aggressives Vorgehen in Bezug auf die Atompolitik einen hohen Preis zahlen. Denn aufgrund der zahlreichen Sanktionen gegen den iranischen Staat ziehen sich die europäischen Energieversorger aus den geplanten oder bereits begonnenen Projekten mit dem Land zurück. Auf den Iran kommen Milliardenverluste zu.

Internationale Sanktionen verhindern Engagement

Der Iran beharrt auch weiterhin auf seiner aggressiven Atompolitik. Doch die Folgen für den Staat, vor allem auf dem Energiesektor, sind gravierend. Die internationalen Sanktionen haben zur Folge, dass sich europäische Energieversorger, wie beispielsweise RWE und E.ON, die größten deutschen Energieversorger, nicht in dem Maße, wie es die Unternehmen geplant haben, engagieren können. Die Erkenntnisse basieren auf internen Unterlagen der staatlichen iranischen Energiebehörde, die der WAZ-Mediengruppe vorliegen. Aus diesen geht hervor, dass fast alle Investitionsprojekte europäischer Energiekonzerne in iranische Gasfelder bedroht sind. Sollte es wirklich soweit kommen, steht der Iran vor großen Problemen. Denn das Land hat weder die finanziellen Mittel noch das Wisse eigene Gasfelder zu erschließen oder große Anlagen zu betreiben. Neben den deutschen Energiekonzernen RWE und E.ON ziehen sich auch Total (Frankreich), Royal Dutch Shell, die norwegische Statoil, die spanische Repsol und die italienische ENI aus dem Iran zurück. Sowohl ein Sprecher von Statoil als auch von Total gaben an, dass lediglich die bestehenden Restverträge erfüllt würden. Weitere Kontrakte kommen jedoch nicht zustande. Repsol schließt sich diesem Standpunkt an und investiert stattdessen in Brasilien.

Iran vor finanzieller Krise

Die Summe, die der iranische Staat in den kommenden 10 Jahren zur Entwicklung seiner Gaslager und Transportwege benötigt, überschreitet bereits die 50 Milliarden Euro. Derzeit hat das Land jedoch, aufgrund der Blockade durch die Sanktionen, einen sehr begrenzten Zugang zum internationalen Kapitalmarkt. Da die Investitionen für den Iran nicht umsetzbar sind, fehlen dem Staat wirtschaftliche Einnahmequellen und das Land muss unter anderem politisch wichtige Subventionen von Nahrungsmitteln senken. Aus der iranischen Analyse geht hervor, dass weitere soziale Unruhen zu erwarten sind. Und obwohl das Land über zahlreiche und teilweise große Öl- und Gaslager verfügt, muss der Iran bereits jetzt den Kraftstoff Benzin importieren. Allein daran lassen sich die iranischen Probleme verdeutlichen, die die internationalen Sanktionen zur Folge haben. Vor allem die deutschen Energieversorger haben sich zusammen mit dem Iran eine blühende Zukunft ausgemalt. Diese Projekte können jedoch nicht weiter verfolgt werden. RWE hatte geplant, die nord-iranischen Gasfelder an die Nabucco-Pipeline anzuschließen. Allerdings lassen dies die politischen Unruhen nicht zu. Nach Russland verfügt der Iran über die weltweit zweitgrößten Energiereserven. Doch aufgrund des Atomprogramms wird das Land in naher Zukunft in dem Energiesektor keine große Rolle spielen.

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Gasversorger lehnen Zusammenarbeit mit dem Iran ab











Redaktion Gas.de: Hans-Joachim Lutz

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1 Reaktion zu "Gasversorger lehnen Zusammenarbeit mit dem Iran ab"

Lawanda( vom 15.07.2011 )

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