Flüssiggaslieferungen von PRIMAGAS abgesichert
Nachricht vom 10.10.2010Der deutsche Flüssiggasanbieter PRIMAGAS setzt zusammen mit der niederländischen SHV Holdings auf Versorgungssicherheit. Die Unternehmen haben zusammen die Speicherkapazitäten erweitert und ein neues Propangaslager mit einem direkten Nordsee-Zugang gekauft. Das Lager befindet sich in Antwerpen und gehört somit zu den wichtigsten Umschlagplätzen für Flüssiggas. Aus Antwerpen gelangt das Flüssiggas auf direktem Weg nach Deutschland und zu den Kunden von PRIMAGAS.
Kontinuierliche Versorgung ohne Zwischenhändler
PRIMAGAS hat einen wichtigen Schritt in Richtung Versorgungssicherheit für die Flüssiggas-Kunden gemacht. Durch die Erweiterung der Speicherkapazitäten um ein Propangaslager auf dem Gelände des Antwerp Gas Terminal (AGT), einem der weltweit wichtigsten Umschlagplätze für Flüssiggas, kann das Unternehmen den deutschen Flüssiggasabnehmern eine kontinuierliche Versorgung ohne Zwischenhändler über mehrere Jahre garantieren. Ebenfalls an dem Propangaslager beteiligt ist die niederländische SHV Holding. René Kleingoor, bei PRIMAGAS für Beschaffung und Logistik verantwortlich, erklärt, dass man einen wichtigen Importkanal direkt und exklusiv erschlossen habe. In der Summe können in dem Propangaslager in Antwerpen gut 100.000 Kubikmeter Flüssiggas gelagert werden. Denn das Lager besitzt zwei Tiefkühltanks für Flüssiggas, von denen jeder ein Fassungsvermögen von rund 50.000 Kubikmetern aufweist. Ebenfalls auf dem Gelände befinden sich acht sogenannte Druckkugeln mit einem ungefähren Fassungsvermögen von jeweils 3.300 Kubikmetern sowie vier erdgedeckte Tanks, in welchen insgesamt 12.000 Kubikmeter Flüssiggas gelagert werden können.
Unterschiedliche Bezugsquellen sind erforderlich
Für die Versorgung der deutschen Kunden von PRIMAGAS reiche nach Aussagen von Kleingoor die Inlandproduktion von Flüssiggas nicht aus, so dass das Unternehmen auf verschiedene Bezugsquellen zurückgreifen müsse. Vor allem saisonal bedingte Lastspitzen könne man nicht aus der inländischen Produktion kompensieren. Allein das Flüssiggaslager in Antwerpen könne rund 25.000 deutsche Haushalte für ein Jahr mit Flüssiggas versorgen. Rund ein Drittel der dort gelagerten Menge ist für den deutschen Markt bestimmt. Der Pachtvertrag für das Lager in Antwerpen sei zunächst über 5 Jahre abgeschlossen worden. Mit dem Flüssiggas sollen neben Privat- auch Gewerbekunden versorgt werden. Zu den weiteren Bezugsquellen gehören unter anderem die Niederlande und Norwegen. Weitere Beteiligungen unterhält das Unternehmen, welches seinen Hauptsitz in Krefeld hat, an dem Nordsee Gas Terminal, kurz NGT, sowie an der Westdeutschen Flüssiggaslager-Gesellschaft in Duisburg. Damit die Qualität wirklich den Anforderungen der deutschen Verbraucher genügt, wird aus den Tanks zunächst eine Probe Flüssiggas entnommen und anschließend in einem Labor untersucht. Erst dann tritt das Gas seine Reise zu den Verbrauchern an.
Flüssiggaslieferungen von PRIMAGAS abgesichert
Redaktion Gas.de: Bernd Müller

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