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Flüssiggas setzt Erdgaspreise unter Druck

Nachricht vom 5.12.2011

Erneut müssen sich die deutschen Verbraucher auf steigende Gaspreise einstellen. Im Januar des kommenden Jahres wollen weitere rund 53 Gasversorger die Kosten anziehen. Doch an dieser Vorgehensweise wird zunehmend Kritik geübt. Beispielsweise seien die Preisanhebungen in vielen Fällen unverhältnismäßig. Zukünftig könnten die Gasversorger allerdings weiter unter Druck geraten, was sich auf die Gaspreise auswirken könnte. Denn Flüssiggas etabliert sich als Alternative zum herkömmlichen Erdgas, wie ‚swp.de‘ berichtet.

Flüssiggas gewinnt weiter an Bedeutung

Der seit einigen Jahren währende Aufschwung beim Flüssiggas hat nach wie vor Bestand. Allein im vergangenen Jahr sei der weltweite Handel mit Flüssiggas um 25 Prozent angestiegen. Rund neun Prozent des weltweiten Erdgasbedarfs werde durch Flüssiggas abgedeckt. Der Boom des Flüssiggases lässt sich durch verschiedene Faktoren erklären. Zum einen ist die Nachfrage nach Gas im Allgemeinen in den vergangenen Jahren um gut 30 Prozent angestiegen und zum anderen drängen vermehrt Flüssiggasproduzenten auf den Markt. Beispielsweise sind die derzeit bedeutendsten flüssiggasexportierenden Länder Russland, Jemen, Peru, Katar und Indonesien. Vor allem in den asiatisch-pazifischen Raum wird das Flüssiggas exportiert. Aber auch Europa verzeichnet einen steigenden Flüssiggasbedarf. Mit der wachsenden Bedeutung erhöht Flüssiggas den Druck auf die Gasimportpreise.

Finanzielle Entlastungen durch Flüssiggas

Gunnar Harms, Gasmarkt-Experte beim Bund der Energieverbraucher, ist sicher, dass Flüssiggas zunehmend in den europäischen Gasmarkt drängen wird. Dadurch geraten die etablierten Gasversorger unter Druck. Denn Flüssiggas wird am Terminmarkt gehandelt, der sich nach Harms Meinung durch vergleichsweise stabile Preise auszeichnet. Denn beispielsweise wurden die Spotpreise am Terminmarkt in den vergangenen beiden Quartalen um lediglich 0,4 Cent je Kilowattstunde angehoben. Bei den herkömmlichen Gasversorgern, wie beispielsweise den Stadtwerken, sind die Bezugspreise, wenn diese an den Ölpreis gebunden waren, um knapp das Doppelte gestiegen. Außerdem liegen die Terminmarktnotierungen deutlich unter den herkömmlichen Gaspreisen.

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Redaktion Gas.de: Bärbel Friedrich

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